Die Kombination von Homöopathie und Asthma ist bei Patienten, die nach einem sanften Ansatz zur Begleitung ihrer Erkrankung suchen, sehr verbreitet. Da die Homöopathie keine Nebenwirkungen hat und kein Risiko für Schläfrigkeit birgt, lässt sie sich individuell an das einzigartige Profil jedes Patienten anpassen.
Wichtiger medizinischer Hinweis: Die homöopathische Behandlung ist eine hervorragende Begleittherapie (Ergänzung), darf jedoch niemals Ihre Basistherapie oder Ihren Notfall-Bronchodilatator (wie z. B. Ventolin) ersetzen.
Nachdem diese Grundregel nun klar ist, erfahren Sie im Folgenden, wie Sie homöopathische Globuli anwenden können, um Anfälle zu verzögern und Ihre Symptome zu lindern.
Wie lässt sich Homöopathie zur täglichen Asthmaprävention einsetzen?
Das Ziel der vorbeugenden Behandlung ist es, den „Konstitutionszustand“ des Patienten zu desensibilisieren, d. h. seine Reaktivität gegenüber Allergenen und Entzündungen zu verringern.
Für eine wirksame Grundbehandlung kombinieren die Behandlungsprotokolle in der Regel mehrere Präparate, die täglich eingenommen werden sollten:
- Poumon histaminum 15CH: Dies ist die Grundlage der Allergieprävention.
- Santa Herba (Laboratoire Lehning)
- Pulmine D8 und Diaphragma D8: abwechselnd.
- Histamine D8: wenn die allergische Komponente des Asthmas sehr ausgeprägt ist.
Homöopathie und Asthma: Welche Mittel helfen bei einem Anfall?
Schon bei den ersten Anzeichen von Atembeschwerden kann die Homöopathie ergänzend zu Ihrer medizinischen Behandlung eingesetzt werden, um den Krampf zu lindern.
Dosierung bei einem Anfall: Nehmen Sie in jedem Fall Poumon histaminum 15CH ein, kombiniert mit dem Ihren Symptomen entsprechenden Mittel, bis eine Besserung eintritt.
Mittel je nach Tageszeit oder Wetterlage
- Arsenicum album 9CH: Bei nächtlichen Anfällen (zwischen Mitternacht und 3 Uhr morgens) mit einem brennenden Gefühl in der Brust. Der Patient fühlt sich oft erschöpft, verspürt jedoch das Bedürfnis, herumzulaufen oder sich hinzusetzen.
- Kalium carbonicum 9CH: Bei Atembeschwerden zwischen 2 und 4 Uhr morgens, die den Patienten zwingen, sich mit nach vorne geneigtem Oberkörper aufzusetzen.
- Medorrhinum: Wenn die Anfälle ausschließlich tagsüber auftreten.
- Natrum sulfur 9CH: Wenn der Anfall durch feuchtes Wetter, Kälte oder starke Erschöpfung ausgelöst wird.
- Dulcamara 9CH: Wenn die Anfälle speziell bei Regenwetter auftreten.
Mittel je nach Emotionen und Verhalten
Der emotionale Zustand hat einen starken Einfluss auf die bronchiale Hyperreaktivität. Wählen Sie die für Ihre momentane Stimmung geeignete Potenz:
- Chamomilla 9CH: Wenn der Patient während des Anfalls besonders reizbar, nervös und jähzornig ist.
- Ignatia 9CH: Wenn die Atemnot unmittelbar nach einem Ärger oder einem emotionalen Schock einsetzt.
- Pulsatilla: Für ein liebevolles Temperament, das beengte Räume schlecht verträgt und sich an der frischen Luft sofort besser fühlt.
Die Mittel je nach Art des Hustens und des Schleims
- Ipeca 9CH (in Kombination mit Blatta orientalis 9CH): Bei Übelkeit, mit Schleim verstopften Lungen und deutlichen pfeifenden Geräuschen, ohne dass der Schleim abgehustet werden kann.
- Antimonium tartaricum 9CH: Bei starkem Keuchen aufgrund von im Brustkorb festsitzendem Schleim.
- Cuprum metallicum 9CH: Vorzugsweise anzuwenden, wenn ein trockener Krampf (eine Kontraktion) überwiegt.
- Drosera 9CH: Wenn ein heftiger, krampfartiger Husten gegenüber dem pfeifenden Atemgeräusch überwiegt.
Die Wirksamkeit der Verbindung zwischen Homöopathie und Asthma liegt in der hochgradigen Individualisierung der Behandlung. Beobachten Sie Ihre Symptome aufmerksam (Uhrzeit, Wetter, Art des Hustens), um die Globuli auszuwählen, die bei Ihren Bronchien den entscheidenden Unterschied bewirken. Im Zweifelsfall konsultieren Sie einen homöopathischen Arzt für eine umfassende Untersuchung. Um weitere Informationen zum Thema Asthma zu erhalten, stehen Ihnen zwei Artikel zur Verfügung:
- Zurück zum vollständigen Leitfaden zum Thema Asthma
- Umwelt und Asthma: Wie lassen sich Auslöser identifizieren?
FAQ: Ihre Fragen zu Homöopathie und Asthma
Kann die Homöopathie Asthma heilen?
Nein, die Homöopathie heilt Asthma nicht endgültig. Allerdings führt die Kombination von Homöopathie und Asthmabehandlung zu hervorragenden Ergebnissen bei der Verringerung der Entzündungsintensität, der Verlängerung der Abstände zwischen den Anfällen und der Linderung der Symptome (Husten, Angstzustände, Krämpfe) als Ergänzung zu einer klassischen medizinischen Behandlung.
Was ist das grundlegende homöopathische Mittel bei allergischem Asthma?
Das Referenzmittel bei allergisch bedingtem Asthma ist Poumon histaminum 15CH. Es wird in der Regel zur Vorbeugung und als Begleittherapie während eines allergischen Anfalls verschrieben, um die Reaktion des Körpers auf das Allergen zu dämpfen.
Was sollte man bei einem stressbedingten Asthmaanfall homöopathisch einnehmen?
Nervöses Asthma spricht sehr gut auf Homöopathie an. Tritt der Anfall nach einer emotionalen Belastung auf, ist Ignatia 9CH das geeignete Mittel. Ist der Patient aufgrund von Atemnot jähzornig und sehr reizbar, wird Chamomilla 9CH bevorzugt.



