Die besten Pflanzen gegen Asthma: Wie können Sie Ihre Bronchien auf natürliche Weise entlasten?

Verfasst und medizinisch geprüft von Arnaud, Doktor der Pharmazie und Inhaber der Apotheke „Soin et Nature“.

Angesichts der Zunahme von Atemwegserkrankungen suchen viele Patienten nach sanften Möglichkeiten, ihre Atemwege zu beruhigen. Dies geschieht ergänzend zu ihrer medizinischen Behandlung.

Auch wenn sie niemals einen Notfallinhalator ersetzen können, können Pflanzen bei Asthma eine interessante ergänzende Hilfe im Rahmen der Basistherapie darstellen, sofern sie unter fachkundiger Anleitung angewendet werden. Sie werden traditionell zur Unterstützung des Atemkomforts eingesetzt. Zudem können sie zur nervlichen Entspannung beitragen und dazu beitragen, dass Anfälle seltener auftreten. Hier sind die am besten dokumentierten Arten und wie man sie sicher anwendet.

Welche Pflanzen eignen sich am besten bei allergischem und entzündlichem Asthma?

Die bronchiale Hyperreaktivität ist in erster Linie ein entzündliches Phänomen. Zur Unterstützung bei allergischen Veranlagungen werden bestimmte Pflanzen traditionell wegen ihrer beruhigenden Wirkung auf die Atemwege eingesetzt. Sie haben jedoch keine sedierende Wirkung.

Hier sind vier Pflanzen gegen Asthma, die bei entzündlichen Begleiterscheinungen in Betracht gezogen werden sollten. Sie sollten stets als Ergänzung zu einer medizinischen Behandlung und nach Rücksprache mit einer medizinischen Fachkraft eingenommen werden.

  • GroßerWegerich (Plantago major): Eine Pflanze, die traditionell mit den Atemwegen in Verbindung gebracht wird und als Urtinktur oder als langziehender Aufguss verwendet wird; die Anwendungsmodalitäten (Dosierung, Behandlungsdauer) müssen stets mit einem Apotheker oder Phytotherapeuten abgestimmt werden.
  • Boswellia serrata (Weihrauch): Sein Harz wird hinsichtlich seiner Wirkung auf Leukotriene untersucht, Moleküle, die an der Bronchokonstriktion beteiligt sind. Eine ältere klinische Studie (1998, geringe Teilnehmerzahl) berichtete von einer Verbesserung der Symptome bei einer Mehrheit der Patienten nach mehrwöchiger Kur; dieses Ergebnis ist jedoch vereinzelt und muss daher durch neuere Studien bestätigt werden. (Auf ärztlichen Rat hin nicht für Schwangere empfohlen.)
  • Ingwer: traditionell für seine positive Wirkung auf allgemeine Entzündungsbeschwerden bekannt. Gerieben als heißer Aufguss oder in Form von Sirup zu verzehren. (Achtung: Kann bei empfindlichen Personen den Magen reizen.)
  • Chinesische Süßbrombeere (Rubus suavissimus): Ihre Blätter enthalten Gerbstoffe, die traditionell zur Unterstützung der Atemwege bei ausgeprägter Allergieanfälligkeit eingesetzt werden. (Achtung: Der hohe Gerbstoffgehalt kann zu Verstopfung führen.)

Welche Pflanzen helfen bei nervösem Asthma und nächtlichen Anfällen?

Asthma verursacht oft starken Stress, insbesondere aufgrund der Angst vor Atemnot. Dieser Stress kann dann einen Teufelskreis in Gang setzen: Die Angst fördert die Anspannung der Bronchien, was wiederum einen Anfall begünstigen kann – ein Phänomen, das häufig mitten in der Nacht auftritt.

Zur Unterstützung der Entspannung des Nervensystems werden regelmäßig Pflanzen mit beruhigenden und traditionell sedierenden Eigenschaften eingesetzt: Thymian, Weißdorn, Melisse, Lavendel oder auch Linde, als milder Kräutertee am Ende des Tages.

Gut zu wissen: Wie bei jeder regelmäßig eingenommenen Kräuterkur empfiehlt es sich, Pausen (therapeutische Unterbrechungen) einzulegen und Ihren Apotheker um Rat zu fragen, um die Einnahmehäufigkeit an Ihre Situation anzupassen, insbesondere bei Kindern, Schwangeren oder bei laufender medikamentöser Behandlung.

Ein Hinweis zur Vorsicht: Bestimmte Pflanzen, die für ihre direkt bronchienerweiternde Wirkung bekannt sind (wie beispielsweise die Wolfsmilch, die in einigen Ländern traditionell verwendet wird), dürfen unter keinen Umständen bei einem Asthmaanfall ohne strenge ärztliche Überwachung in Betracht gezogen werden – ihre unkontrollierte Anwendung kann somit eine unverzichtbare Notfallversorgung verzögern.

Gemmotherapie: Welche Pflanzenknospen eignen sich bei Asthma?

Die Gemmotherapie nutzt Knospenmazerate, junge Triebe, in denen die Wirkstoffe der Pflanze konzentriert sind. Es handelt sich um eine sanfte Methode, die – auch bei Kindern – nur unter fachkundiger Anleitung angewendet werden sollte.

Traditionell werden vier Knospen mit dem Wohlbefinden der Atemwege in Verbindung gebracht. Sie werden stets als Glycerinmazerat verwendet. Darüber hinaus sollten Sie sich hinsichtlich der für Ihr Profil geeigneten Dosierung auf die Beratung Ihres Apothekers verlassen.

  • Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum): traditionell dafür bekannt, zum allgemeinen Wohlbefinden des Körpers bei Entzündungen beizutragen.
  • Der Manci-Schneeball (Viburnum lantana): wird traditionell zur Unterstützung der Entspannung des Lungennervensystems eingesetzt.
  • Desmodium: wird traditionell zur Unterstützung des Wohlbefindens der Atemwege und der Leber eingesetzt.
  • Die Weißtanne (Abies pectinata): wird traditionell zur Unterstützung der Lungenfunktion eingesetzt.

Die Natur als Unterstützung, die Medizin als Sicherheit: Die Einbeziehung von Pflanzen gegen Asthma in Ihren Alltag kann somit Ihr Atemwohlbefinden im Alltag unterstützen, ersetzt jedoch niemals Ihre grundlegende medizinische Betreuung. Sprechen Sie immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie eine Kur beginnen. So kann sichergestellt werden, dass keine Wechselwirkungen mit Ihren laufenden Behandlungen auftreten, und Sie erhalten eine individuell abgestimmte Dosierung. Um bestimmte Aspekte des Asthmas näher zu beleuchten:

FAQ: Ihre Fragen zu Heilpflanzen bei Asthma

Können pflanzliche Mittel gegen Asthma Ventolin ersetzen?

Nein. Pflanzliche Mittel wirken – sofern sie unter pharmazeutischer Aufsicht angewendet werden – auf die Grunderkrankung und verbessern das tägliche Atembewusstsein. Bei einem akuten Anfall ermöglicht nur Ihr vom Arzt verschriebenes, schnell wirkendes Bronchodilatator-Medikament eine angemessene Behandlung. Kein pflanzliches Mittel darf dieses ersetzen.

Welches pflanzliche Mittel ist am besten wissenschaftlich belegt bei allergischem Asthma?

Wegerich und Boswellia serrata gehören zu den am besten untersuchten Pflanzen im Zusammenhang mit dem Atemkomfort bei Allergien, insbesondere aufgrund ihrer traditionellen Wirkung bei Entzündungen. Diese Möglichkeiten sollten Sie daher mit Ihrem Apotheker besprechen, der Sie zu einer für Ihre Situation geeigneten Darreichungsform und Anwendungsweise beraten kann.

Können ätherische Öle zur Linderung von Asthma verwendet werden?

Davon wird ohne fachkundige Beratung abgeraten. Ätherische Öle enthalten starke flüchtige Verbindungen, die die Bronchien reizen und beim Einatmen möglicherweise Atembeschwerden auslösen können, insbesondere bei Asthmatikern. Verzichten Sie besser auf Aromadiffusoren und greifen Sie stattdessen zu Kräutertees, Kapseln mit getrockneten Pflanzen oder Knospenmazeraten – immer nach Rücksprache mit Ihrem Apotheker.

Sind Pflanzen gegen Asthma für Kinder oder Schwangere geeignet?

Bei bestimmten Pflanzen sind bei Kindern und Schwangeren besondere Vorsichtsmaßnahmen erforderlich (dies gilt insbesondere für Boswellia). In diesen Fällen ist daher vor jeder Kur eine vorherige pharmazeutische Beratung unerlässlich.

Wann sollte man wegen seines Asthmas einen Arzt oder Apotheker konsultieren?

Es wird empfohlen, unverzüglich einen Arzt oder Apotheker aufzusuchen, wenn ein Anfall trotz Ihrer üblichen bronchodilatierenden Behandlung nicht abklingt, wenn die Atemnot zunimmt, wenn Sie Schwierigkeiten beim Sprechen haben oder wenn die Anfälle trotz Ihrer Basistherapie häufiger auftreten. Ihr Apotheker ist zudem ein Ansprechpartner vor Ort für alle Fragen zur Kombination von pflanzlichen Mitteln und Ihrer laufenden medizinischen Behandlung.

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