Phytotherapie und Pyelonephritis: Welche Pflanzen unterstützen die Nieren?

Die Phytotherapie stellt eine wertvolle Ergänzung im Behandlungsverlauf einer Pyelonephritis dar. Ein wichtiger Hinweis ist jedoch zu beachten: Pflanzen ersetzen nicht die konventionelle medizinische Behandlung. In der akuten Phase ist der Einsatz von Antibiotika unerlässlich, um die Infektion zu bekämpfen. Pflanzen dienen hier als Unterstützung, um die Symptome zu lindern und somit eine dauerhafte Heilung zu fördern.

Welche Pflanzen für die Nieren sollten in der Gemmotherapie verwendet werden?

Die Gemmotherapie nutzt Knospen und junge Triebe, die wahre Konzentrate an Wirkstoffen sind. Zur Unterstützung der Nierenfunktion bieten sich drei Lösungen an:

  • Die Wacholderknospe (Juniperus communis): Sie ist das Nierenentwässerungsmittel schlechthin. Sie regt die Nieren an und wirkt harntreibend. Sie hilft bei der Ausscheidung von Harnstoff und Harnsäure. Daher ist sie bei chronischer Pyelonephritis besonders wertvoll.
  • Die Walnussknospe (Juglans regia): Sie ist bei chronischer Eiterbildung der urologischen Schleimhäute angezeigt und hilft, Entzündungen nach einer schweren Infektion einzudämmen.
  • Die Brombeerknospe (Rubus fruticosus): In Synergie mit der Buche wirkt diese Nierenpflanze auf die Folgeerscheinungen chronischer interstitieller Nephritis.

Welche Pflanzen für die Nieren sollten unter den standardisierten Extrakten (EPS) bevorzugt werden?

EPS ermöglichen eine strenge Kontrolle der Wirkstoffkonzentration. Hier sind die wirksamsten Pflanzen zur Entschlackung und Entwässerung:

  • Die Cranberry (Cranberry): Unverzichtbar, verhindert sie, dass sich E. coli-Bakterien an den Harnwegswänden festsetzen, und senkt so den pH-Wert, um deren Wachstum zu hemmen.
  • Das Bärentraubenkraut: Dieses starke Harnwegsantiseptikum enthält Arbutin, das die Harnwege direkt desinfizieren kann.
  • Orthosiphon und Pilosella: Diese Pflanzen für die Nieren steigern die Diurese (Wasserausscheidung) und fördern die Ausscheidung von Stickstoffabfällen und kleinen Nierensteinen.
  • Mädesüß: Es wirkt sowohl harntreibend als auch entzündungshemmend und hilft so, Ödeme und Wassereinlagerungen zu reduzieren.
  • Echinacea: Sie stärkt hier das Immunsystem im Kampf gegen bakterielle Angriffe.

Wie ergänzt die Aromatherapie die Anwendung von Pflanzen für die Nieren?

Die Aromatherapie nutzt ätherische Öle für eine schnelle und gezielte antiinfektiöse Wirkung, doch ihre Wirksamkeit erfordert Vorsichtsmaßnahmen.

  • Ätherisches Wacholderöl: Es schützt den Nierenfilter und regt die Harnausscheidung an. Es wird zur Massage in verdünnter Form (30 %) auf den Nierenbereich empfohlen.
  • Ätherisches Öl aus Ceylon-Zimt: Es ist ein wichtiges Mittel gegen Infektionen. Es wirkt als starkes Mittel gegen E. coli und neutralisiert schwere Harnwegsbakterien.

Vorsicht: Diese Öle sind für Schwangere kontraindiziert und müssen aufgrund ihrer potenziellen Toxizität oder Ätzwirkung immer verdünnt werden.

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Quellen

  • https://www.urofrance.org/patient/pathologies-urologiques/cystites/
  • https://www.vidalfrance.com/fonctionnalites/base-de-toxicologie
  • https://www.ema.europa.eu/en/medicines/herbal/uvae-ursi-folium

FAQ: Sicherheit und richtige Anwendung

Dürfen während der Schwangerschaft Pflanzen für die Nieren verwendet werden? Hier ist größte Vorsicht geboten. Viele Pflanzen wirken abtreibend oder teratogen. Jede Anwendung bei schwangeren oder stillenden Frauen muss ärztlich abgeklärt werden.

Beseitigt das Trocknen einer giftigen Pflanze deren Gefährlichkeit? Selten. Bei den meisten Arten (wie dem Fingerhut) bleiben die giftigen Stoffwechselprodukte auch nach dem Trocknen oder Kochen aktiv.

Was ist bei Verdacht auf eine Pflanzenvergiftung zu tun? Rufen Sie kein Erbrechen hervor. Fotografieren Sie die Pflanzenreste und wenden Sie sich sofort an die Giftnotrufzentrale oder wählen Sie die 15.

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