Wie lässt sich eine Pyelonephritis behandeln und vorbeugen? Medizinische und natürliche Ansätze

Bei einer Niereninfektion ist schnelles Handeln der entscheidende Faktor für die Heilung. Eine erfolgreiche Behandlung der Pyelonephritis muss unbedingt einen konsequenten medizinischen Ansatz zur Beseitigung der Bakterien mit einem naturheilkundlichen Ansatz zur Unterstützung des Körpers und zur Vorbeugung von Rückfällen verbinden.

Wie sieht die medizinische Notfallbehandlung bei einer Pyelonephritis aus?

Sobald der Verdacht auf diese Diagnose besteht, basiert die konventionelle Behandlung auf dem Einsatzvon Antibiotika. Dieser Teil ist unerlässlich, um die Bakterienart Escherichia coli zu bekämpfen und schwerwiegende Komplikationen wie eine Sepsis zu verhindern.

  • Probabilistische Antibiotikatherapie: Sie wird unmittelbar nach der Urinprobe (ECBU) verschrieben, ohne die Laborergebnisse abzuwarten. Der Arzt kann das Medikament anschließend entsprechend dem Antibiogramm anpassen.
  • Dauer: Die Behandlung dauert bei einer einfachen Form in der Regel 7 bis 10 Tage, kann jedoch bei Komplikationsrisiko verlängert werden.
  • Nachsorge: Nach 48 bis 72 Stunden ist eine erneute ärztliche Untersuchung erforderlich. Wenn die Symptome vollständig abklingen, ist eine Kontroll-ECBU nicht zwingend erforderlich.
  • Krankenhausaufenthalt: Während die meisten Fälle zu Hause behandelt werden können, ist ein Krankenhausaufenthalt erforderlich bei Erbrechen (das die Einnahme von Medikamenten verhindert), Schwangerschaft oder Anzeichen einer schweren Erkrankung.

Welche naturheilkundliche Behandlung sollte während der Infektion angewendet werden?

Ergänzend zu Antibiotika helfen bestimmte naturheilkundliche Maßnahmen, das Harnsystem zu entlasten und das Bakterienwachstum zu bremsen.

  • Flüssigkeitszufuhr: Trinken Sie reichlich, um die Harnwege zu „spülen“. Als Faustregel gilt, täglich 1 Liter Wasser pro 30 kg Körpergewicht zu trinken.
  • Zu vermeidende Lebensmittel: Um die Nierenschleimhaut nicht weiter zu reizen, sollten Sie vorübergehend stark säurebildende Lebensmittel, Kaffee, Tee und Alkohol meiden.
  • Besondere Vorsichtsmaßnahmen: Es wird empfohlen, während der akuten Phase der Infektion die Einnahme von Vitamin C (säuernd) und Aspirin ohne ärztlichen Rat zu vermeiden.

Wie kann man einem Rückfall nach einer Pyelonephritis vorbeugen?

Sobald die Infektion ausgeheilt ist, ist es entscheidend, im Alltag vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, insbesondere in Risikophasen (Hitze, Reisen, Flüssigkeitsmangel im Flugzeug).

  • Hygiene auf der Toilette: Wischen Sie sich immer von vorne nach hinten ab, um zu vermeiden, dass Darmbakterien in die Harnröhre gelangen. Gehen Sie auf die Toilette, sobald Sie den Drang verspüren, und halten Sie den Urin niemals zurück.
  • Intimhygiene: Verwenden Sie eine milde Seife mit physiologischem pH-Wert, gehen Sie nach jedem Geschlechtsverkehr auf die Toilette und wechseln Sie Ihre Damenhygieneartikel regelmäßig.
  • Kleidung: Tragen Sie vorzugsweise Unterwäsche aus Baumwolle und vermeiden Sie zu enge Kleidung, die die Hautfeuchtigkeit begünstigt.
  • Ernährung: Eine ballaststoffreiche Ernährung hilft gegen Verstopfung, die die Wanderung von Bakterien in die Harnwege begünstigt.

Lesen Sie weiter für einen umfassenden Überblick:

Quellen

  • https://www.has-sante.fr/jcms/p_3262788/fr/antibiogrammes-cibles-pour-les-infections-urinaires-a-enterobacteries-dans-la-population-feminine-adulte-a-partir-de-12-ans
  • https://www.urofrance.org/espace-grand-public/

FAQ: Sicherheit und Wirksamkeit der Behandlung

Kann man die Behandlung der Pyelonephritisabbrechen , sobald die Schmerzen verschwinden?

Auf keinen Fall. Es ist unerlässlich, die gesamte verschriebene Antibiotikabehandlung abzuschließen, auch wenn Sie sich nach 48 Stunden besser fühlen. Denn so wird verhindert, dass resistente Bakterien überleben und einen schwereren Rückfall verursachen.

Ist Wasser die einzige empfohlene Flüssigkeit?

Reines Wasser bleibt die Grundlage. Vermeiden Sie jedoch zuckerhaltige oder säurehaltige Getränke, die die Bakterien nähren oder die Blase reizen können. Aufgüsse aus bestimmten Pflanzen können eine hervorragende Unterstützung sein (siehe unseren Artikel über Phytotherapie).

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